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Ruhegenuss für Beamte (Beamtenpension)



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Ruhegenuss für Beamte

Aufgabe der Pensionsversicherung ist die finanzielle Absicherung der Versicherten und ihrer Angehörigen durch Pensionsleistungen im Alter oder nach krankheitsbedingtem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben.

Beamte sind kranken- und unfallversichert, aber nicht pensionsversichert. Sie erhalten einen Ruhegenuss vom Staat und leisten dafür einen Beitrag in der Höhe von 12,55 % ihrer Bemessungsgrundlage. Diese besteht aus dem Gehalt und den als ruhegenussfähig erklärten Zulagen (ohne Höchstgrenze).

Wo erhalten Beamte Auskünfte in Pensionsfragen?

  • Aktive Beamte bei ihrem Dienstgeber
  • Beamte des Bundes im Ruhestand beim BVAEB-Pensionsservice 
  • Beamte der Länder und Gemeinden bei ihrer personalführenden Dienststelle
  • Beamte der Post und Telekom beim Dienstgeber
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Ruhestandsversetzung

Die Versetzung in den Ruhestand der öffentlich-rechtlich Bediensteten des Bundes erfolgt im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Personal- bzw. Dienststelle. 

Bei einem bevorstehendem Übertritt in den Ruhestand auf Grund des Ablaufes Kalendermonates, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird, wird das Verfahren von Amts wegen eingeleitet.

Im Übrigen kann die Versetzung in den Ruhestand durch eine schriftliche Erklärung an die Dienstbehörde bewirkt werden soweit die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.  

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Dienstunfähigkeitsverfahren

Ein Verfahren zur Versetzung in den Ruhestand wegen Dienstunfähigkeit kann von Amts wegen oder auf Antrag eingeleitet werden.

Unter Beiziehung medizinischer Sachverständiger wird geprüft, ob und inwieweit der Beamte infolge der gesundheitlichen Verfassung die dienstlichen Aufgaben noch erfüllen kann. In die Prüfung werden auch andere zumutbare Verwendungen miteinbezogen. 

Die BVAEB wirkt in diesen Verfahren nur im Auftrag der jeweils zuständigen und verfahrensleitenden Dienstbehörde dadurch mit, dass die jeweiligen medizinischen Sachverständigengutachten aus den in Betracht kommenden Fachrichtungen erstellt werden. 

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Verfahrensablauf bis zum Pensionsbeginn

Die jeweilige Personal- bzw. Dienststelle informiert die BVAEB, Pensionsservice, sobald ein Wechsel in den Ruhestand feststeht. Das Pensionsservice trifft die weiteren Veranlassungen von Amts wegen.  

Um eine lückenlose monatliche Anweisung zu gewährleisten, wird zunächst ein Vorschuss auf den Ruhebezug unmittelbar ab dem Monat, welches auf die Einstellung der Aktivbezüge folgt, zur Auszahlung auf die zuletzt bei den Aktivbezügen verwendete Bankverbindung gebracht. 

Für die Auszahlung von Versorgungsbezügen für Hinterbliebene im Inland oder bei einem Wechsel der Bank im Inland wird eine entsprechende Meldung benötigt:

Bekanntgabe - Bankverbindung - österreichisches Kreditinstitut (156.6 KB)

Für eine Auszahlung im ausländischen EU-Raum wird folgende Meldung benötigt:

Pensionskontoerklärung - EWR - Schweiz (141.3 KB)

Für eine termingerechte Anweisung benötigt das Pensionsservice das jeweilige Formular im Original spätestens 2 Wochen vor dem ersten Auszahlungstag.

Die Auszahlung des Vorschusses wird schriftlich angekündigt.

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Nebengebührenzulage

Anspruchsbegründende Nebengebühren werden in Form einer zum Ruhegenuss gebührenden Nebengebührenzulage wirksam. Nach dem endgültigen Vorliegen der Nebengebührenwerte (frühestens 3 Monate nach der Ruhestandsversetzung) erfolgt die bescheidmäßige Bemessung des Ruhebezuges (Ruhegenuss und Nebengebührenzulage).

Dieser Bescheid enthält eine ausführliche Begründung zur Berechnung der Höhe der Ansprüche.

In Hinblick auf die Komplexität der Materie steht das Pensionsservice auch nach der Erlassung des jeweiligen Bescheides für weitere Erläuterungen zur Verfügung.  

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Bezugsinformation

Die laufenden Bezugsinformationen sind auf dem Kontoauszug zur jeweiligen Pensionsüberweisung im Verwendungszweck aufgeschlüsselt. 

Unser Informationsschreiben für 2020

Bezugsinformation 2020 - Kontoinformation (415.6 KB)


Weitere Informationen zur Pensionsanpassung 2020 finden Sie hier .

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Monatsbezugszettel

Bei Bedarf wird Ihnen eine gesonderte Monatsbezugsinformation übermittelt. 

Abkürzungsverzeichnis zum Monatsbezugszettel (143.9 KB)


Den Jahreslohnzettel für 2019 können wir Ihnen auf Anfrage erst ab März 2020 zur Verfügung stellen.

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Information zu aktuellen Änderungen bei gesetzlichen Abzügen

Beitrag nach § 13a Pensionsgesetz 1965

Von den öffentlich-rechtlichen Ruhe- und Versorgungsbezügen des Bundes ist ein Beitrag - der sogenannte Pensionssicherungsbeitrag - einzubehalten.  

Die Höhe dieses Beitrages richtet sich nach dem Kalenderjahr des erstmaligen Anfalls der Leistung (3,3% im Jahr 2002) und bleibt dann grundsätzlich für die folgenden Kalenderjahre unverändert.

Für Leistungen, die erstmals anfielen im Kalenderjahr

  • 2014 beträgt der Prozentsatz  für den Beitrag 1,77
  • 2015 beträgt der Prozentsatz  für den Beitrag 1,64
  • 2016 beträgt der Prozentsatz  für den Beitrag 1,51
  • 2017 beträgt der Prozentsatz  für den Beitrag 1,38
  • 2018 beträgt der Prozentsatz  für den Beitrag 1,26
  • ab 2019 beträgt der Prozentsatz  für den Beitrag 1,13


Weiters wird dieser Beitrag ab 1.1.2015 für alle Bezugsteile über EUR 6.975,-- erhöht, und zwar völlig unabhängig davon, wann die Leistung erstmals angefallen ist:

 

Bezugsteile in EUR
Beitragsprozentsatz
6.975,01 - 9.300,-- 
10%
9.300,01 - 13.950,--
20%
ab 13.950,01
25%


Beispiel:

Ein Ruhebezug fiel 2014 erstmals an und beträgt EUR 8.500,-- brutto; der Beitrag nach § 13a PG 1965 berechnet sich wie folgt:


Bezugsteile in EUR
Beitragsprozentsatz

Beitrag
0 - 6.975,--

1,77%

123,46
6.975,01
10%

152,50

Gesamt:
275,96