DRUCKEN

Aktuelle Pensionsanpassungen
nach dem Pensionsgesetz 1965



Aktuelle Anpassungen der Ruhe- und Versorgungsbezüge nach dem Pensionsgesetz 1965 für das Kalenderjahr 2022

Die BVAEB führt die Verrechnung der Pensionsleistungen für

durch. 

Die öffentlich-rechtlichen Ruhe- und Versorgungsbezüge werden in der Regel zum selben Zeitpunkt und im selben Ausmaß wie die Pensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung angepasst.

Für 2022 wurde die Anpassung mit dem Pensionsanpassungsgesetz (PAG 2022), BGBl. I Nr. 210/2021, geregelt wie folgt: 

Anpassung einer Pensionsleistung

Mit 1.1.2022 werden Pensionsbezüge abhängig von der jeweiligen betraglichen Höhe (und soweit nicht auch noch ein weiterer Pensionsanspruch besteht - siehe dazu unten) wie folgt erhöht:

  • bis EUR 1.000,-- beträgt die Erhöhung 3,0%;
  • von EUR 1.000,01 bis zu EUR 1.300,-- sinkt der Prozentsatz der Erhöhung von 3,0% bis auf 1,8% linear ab;
  • ab EUR 1.300,01 beträgt die Erhöhung 1,8%. 

Anpassung mehrerer Pensionsleistungen einer Person

Alle gesetzlichen Pensionsleistungen einer Person sind zu einem Gesamtpensionseinkommen*) (im Dezember 2021) zusammenzurechnen; die Höhe dieses Gesamtpensionseinkommens ist maßgeblich für den oben genannten Erhöhungsprozentsatz.

Beträgt das Gesamtpensionseinkommen zum Beispiel mehr als EUR 1.300,--, so wird jede einzelne  Pensionsleistung ebenfalls um 1,8% erhöht.

*) Leistungen der betrieblichen und privaten Altersvorsorge werden nicht berücksichtigt.  

Erstmalige Anpassung der Ruhe- und Versorgungsbezüge

Mit 1.1.2022 tritt sowohl in der gesetzlichen Pensionsversicherung als auch in der Ruhestandsversorgung des Bundes eine Neuregelung der erstmaligen Anpassung von Pensionsleistungen in Kraft. Pensionsleistungen, die bis zum 1.10.2021 angefallen sind, werden zum 1.1.2022 ebenfalls erhöht, und zwar anteilig je nach dem Anfallsmonat 2021; nachstehend sind die jeweiligen Prozentsätze gerechnet von einer vollen Erhöhung je nach Stichtag ersichtlich:  

 

Stichtag                      Erhöhung

1.1.2021                     100%

1.2.2021                     90%

1.3.2021                     80%

1.4.2021                     70%    

1.5.2021                     60%

1.6.2021                     50%

1.7.2021                     40%

1.8.2021                     30%

1.9.2021                     20%

1.10.2021                   10%.          

 

Ruhebezüge, die ab 01.11.2021 angefallen sind, werden erstmalig ab 01.01.2023 erhöht.

Für Versorgungsbezüge ist jenes Prozentausmaß heranzuziehen, welches für den Ruhebezug gegolten hätte.

Beispiel 1:
Anfall des Pensionsbezuges (Pensionsstichtag): 1.4.2021
Erstmalige Pensionserhöhung: 1.1.2022 im Ausmaß von 70% der oben genannten Erhöhung.

Beispiel 2:

Anfall eines Pensionsbezuges mit 1.2.2021; Ableben des Pensionsbeziehers mit 15.7.2021 und Anfall der Hinterbliebenenpension. Erhöhung der Hinterbliebenenpension zum 1.1.2022 mit 90% der oben genannten Anpassung, weil der Prozentsatz, der für die Eigenpensionsleistung heranzuziehen gewesen wäre, zur Anwendung kommt.    

 

Auszahlungsinformationen

Die Auszahlungsinformationen zu den monatlichen Überweisungen werden wieder auf Ihren Kontoauszügen ersichtlich sein; das Abkürzungsverzeichnis und eine beispielhafte Darstellung finden Sie in unseren Informationsschreiben.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Details Ihrer laufenden Pensionsbezüge sowie ab März den Lohnzettel für 2021 online aufzurufen, sofern Sie eine Handysignatur und/oder Finanz Online verwenden (Details dazu finden Sie im Serviceportal „MeineSV“).

Für telefonische Auskünfte zur Pension steht Ihnen das PensionsServiceCenter der BVAEB unter der Tel.Nr. 050405-15 gerne zur Verfügung.

Hinweise zu sonstigen (früheren) Änderungen

Anspruch auf Kinderzuschuss

Infolge entsprechender Änderungen im Familienlastenausgleichsgesetz gebührt seit 1. Juli 2011 die Familienbeihilfe für Kinder in Ausbildung im Regelfall nur mehr bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihre Finanzbehörde.

Dies wirkt sich auch auf den Anspruch auf Kinderzuschuss aus, da dieser an den Bezug einer Familienbeihilfe anknüpft. Die Änderungen traten mit 1. Juli 2011 in Kraft, sodass der Kinderzuschuss jeweils mit Vollendung des 24. Lebensjahres des Kindes eingestellt wird, bis eine aktuelle Familienbeihilfenbescheinigung vorliegt.