DRUCKEN

Aktuelle Pensionsanpassungen nach dem Pensionsgesetz 1965

Im Jänner und Februar 2023 erfolgt die Anpassung der Pensionsbezüge für Beamtinnen und Beamte des Ruhestandes sowie ihrer Hinterbliebenen.


Die BVAEB führt die Verrechnung der Ruhe- und Versorgungsbezüge (im Folgenden auch Pensionen genannt) für

  • die Beamtinnen und Beamten des Bundes im Ruhestand und ihre anspruchsberechtigten Hinterbliebenen sowie
  • für die im Ruhestand befindlichen Landeslehrerinnen und Landeslehrer der Stadt Wien und des Landes Kärnten und ihre anspruchsberechtigten Hinterbliebenen   

durch.

Die öffentlich-rechtlichen Ruhe- und Versorgungsbezüge werden in der Regel zum selben Zeitpunkt und im selben Ausmaß wie die Pensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung angepasst.

Für 2023 wurde die Anpassung mit dem Pensionsanpassungsgesetz 2023 (PAG 2023), BGBl. I Nr. 175/20221, geregelt wie folgt: 

Anpassung für Personen mit einer Pension 

Anpassung einer Pension, die vor 2022 angefallen ist

Mit 1.1.2023 wird eine Pension abhängig von ihrer betraglichen Höhe (und soweit nicht auch noch ein weiterer Pensionsanspruch besteht - siehe dazu unten) wie folgt erhöht:

  • bis zu einer Pensionshöhe von EUR 5.670,-- beträgt die Erhöhung 5,8 %;
  • ab einer Pensionshöhe von EUR 5.670,01 beträgt die Erhöhung EUR 328,86.

Anpassung einer Pension, die im Jahr 2022 angefallen ist

Abhängig vom Anfallsmonat erfolgt die Erhöhung wie folgt: 

Pension bis EUR 5.670,--Pension ab EUR 5.670,01
Anfallsdatum Erhöhungsprozentsatz
Erhöhungsbetrag
1.1.20225,8 %EUR 328,86
1.2.20225,22 %EUR 295,97
1.3.20224,64 %EUR 263,09
1.4.20224,06 %EUR 230,20
1.5.20223,48 %EUR 197,32
1.6.2022 - 1.12.2022
2,09 %EUR 164,43


Informationsaussendung zur Pensionsanpassung 2023

Informationsschreiben an Personen mit einer Pension (374.4 KB).


Anpassung für Personen mit mehreren Pensionen

Alle gesetzlichen Pensionsleistungen einer Person sind zu einem Gesamtpensionseinkommen im Dezember 2022 zusammenzurechnen; dazu zählen nur die gesetzlichen Pensionen. Die betrieblichen oder privaten Pensionsvorsorgeleistungen zählen nicht dazu. 

Die Höhe dieses Gesamtpensionseinkommens ist maßgeblich für die Erhöhung der einzelnen Pensionen. Die Durchführung der Pensionsanpassung für Personen mit mehreren Pensionen wird voraussichtlich mit der Bezugsauszahlung für Februar 2023, natürlich rückwirkend mit Jänner 2023, stattfinden.

Informationsschreiben für Personen mit mehreren Pensionen (45.6 KB)


Die Anpassung wird wie folgt stattfinden: 

Beträgt das Gesamtpensionseinkommen nicht mehr als EUR 5.670,-- wird jede Pension um 5,8 % erhöht.

Beispiel: Eine Person hat zwei Pensionsansprüche. Die Eigenpension beträgt EUR 2.348,-- und die Hinterbliebenenpension beträgt EUR 897,--. Das Gesamtpensionseinkommen ist die Summe der Pensionen, somit EUR 3.245,--. Jede der beiden Pensionen wird um 5,8 % erhöht.   

Beträgt das Gesamtpensionseinkommen mehr als EUR 5.670,-- gebührt insgesamt für alle Pensionsansprüche ein Erhöhungsbetrag von EUR 328,86. Der Erhöhungsbetrag wird dabei auf die einzelnen Pensionen verhältnismäßig verteilt.

Beispiel:

Eine Person hat zwei Pensionsansprüche. Der Emeritierungsbezug als Universitätsprofessorin beträgt EUR 5.342,-- und die Eigenpension von der SVS beträgt EUR 2.325,--. Das Gesamtpensionseinkommen beträgt EUR 7.667,--, der Erhöhungsbetrag beträgt EUR 328,86. Der Erhöhungsbetrag wird aufgeteilt und erhöht den Emeritierungsbezug mit EUR 229,13 und die Eigenpension um EUR 99,73.

Für eine Pension, die 2022 angefallen ist und zu einem Gesamtpensionseinkommen zählt, gilt eine gestaffelte Anpassung (siehe oben):

Beispiel:

Eine Person hat zwei Pensionsansprüche. Die Eigenpension ist im Jahr 2019 angefallen und beträgt EUR 2.348,--. Die Hinterbliebenenpension ist am 1.8.2022 angefallen und beträgt EUR 897,--. Das Gesamtpensionseinkommen ist die Summe der Pensionen, somit EUR 3.245,--. Die Eigenpension wird mit 5,8 % erhöht. Die Hinterbliebenenpension wird infolge Anfall mit 1.8.2022 mit 2,9 % (siehe Tabelle oben) erhöht.     

Auszahlungsinformationen

Die Auszahlungsinformationen zu den monatlichen Überweisungen werden wieder auf Ihren Kontoauszügen ersichtlich sein; das Abkürzungsverzeichnis und eine beispielhafte Darstellung finden Sie in unseren Informationsschreiben.

Sie haben auch die Möglichkeit, die Details Ihrer laufenden Pensionsbezüge sowie ab März 2023 den Lohnzettel für 2022 online aufzurufen, sofern Sie eine Handysignatur und/oder Finanz Online verwenden (Details dazu finden Sie im Serviceportal „MeineBVAEB“).

Für telefonische Auskünfte zur Pension steht Ihnen das PensionsServiceCenter der BVAEB unter der Tel.Nr. 050405-15 gerne zur Verfügung.

Hinweise zu sonstigen (früheren) Änderungen

Anspruch auf Kinderzuschuss

Die Familienbeihilfe für Kinder in Ausbildung gebührt im Regelfall bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres. Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Ihre Finanzbehörde.

Der Anspruch auf Kinderzuschuss besteht nur bei Anspruch auf Familienbeihilfe und kann mit einer aktuellen Familienbeihilfenbescheinigung geltend gemacht werden.